Politische Karikatur aus der Schweiz — Elisabeth Baume-Schneider, Appenzell und satirische Editorial Illustration
Diese politische Karikatur entstand 2023 für den Nebelspalter und nimmt eine damalige Schweizer Debatte um Äusserungen von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider auf, die im Appenzellerland für eine sichtbar gereizte Reaktion sorgten.
Der konkrete Anlass ist zeitgebunden, die zeichnerische Aufgabe dahinter vertraut: ein politisches Thema so zu verdichten, dass Haltung, Milieu und Absurdität in einem Bild lesbar werden. In diesem Fall treffen bundesrätliche Kommunikation, regionaler Stolz und die besondere Fähigkeit der Schweiz aufeinander, eine Meinungsverschiedenheit sehr ordentlich aussehen zu lassen, während sie innerlich bereits mit den Hufen scharrt.

Schweizer Politik als Stoff für Editorial Cartoons
Ich zeichne seit den frühen 1980er-Jahren für Schweizer Medien und habe über Jahrzehnte politische Cartoons, gesellschaftliche Satire, redaktionelle Illustrationen und humoristische Bildkommentare entwickelt. Der Nebelspalter, für den ich von 1983 bis Januar 2026 arbeitete, war dabei eine wichtige Konstante — begonnen im Alter von 16 Jahren, als ich dort als jüngster Zeichner des Magazins veröffentlichte.
Parallel dazu erschienen meine Arbeiten in zahlreichen Schweizer Publikationen, darunter Tages-Anzeiger, Das Magazin, Tagi Magi, Schweizer Illustrierte, Blick, SonntagsBlick, NZZ am Sonntag, ZüriWoche und das Tagblatt der Stadt Zürich, wo ich einen wöchentlichen Comicstrip zeichnete.
Diese redaktionelle Erfahrung prägt bis heute meine Arbeit als Schweizer Karikaturist, Cartoonist und Editorial Illustrator. Eine politische Zeichnung muss schnell greifen, aber sie darf nicht flach sein. Sie braucht eine klare Idee, eine gute Szene und genügend Nebenwahrheiten, damit sie beim zweiten Blick noch etwas mehr preisgibt als beim ersten.
Baume-Schneider, Appenzell und die kleine Bühne der Empörung
Die Karikatur reagiert auf die Empörung über eine Bemerkung von Elisabeth Baume-Schneider zum Appenzellerland. Anstatt den Vorgang journalistisch nachzuerzählen, konzentriert sich die Zeichnung auf das bessere Material: die bildhafte Reaktion. Appenzell bietet dafür naturgemäss einiges an ikonografischer Munition — Landschaft, Brauchtum, Selbstverständnis und eine sehr belastbare regionale Identität.
Für satirische Illustration ist das ein dankbarer Fall. Nicht, weil man eine Region lächerlich machen müsste, sondern weil sich öffentliche Aufregung oft gerade dort am besten zeigen lässt, wo sie mit Tradition, Würde und einer Prise verletzter Ehre auftritt. Die Zeichnung lebt von dieser Spannung: politischer Anlass, Schweizer Kulisse, und das leicht überdrehte Theater eines Moments, der sich selbst bereits fast fertig karikiert.
Solche Arbeiten gehören zu einem Bereich, den ich seit vielen Jahren besonders gerne bearbeite: Schweizer Politik, gesellschaftliche Beobachtung und satirische Bildkommentare, die nicht nur eine Nachricht illustrieren, sondern ihren eigentlichen Ton sichtbar machen.
Zeitraffer des Zeichenprozesses:
Das Video zeigt die Karikatur nicht nur als fertiges Bild, sondern als sich Schritt für Schritt entwickelnde Zeichnung. Diese sichtbare Entstehung ist ein Format, das mich seit Jahren interessiert: Der Gedanke baut sich vor den Augen des Publikums auf, Figur für Figur, Pointe für Pointe.
In redaktionellen Arbeiten ist das ein reizvoller Blick hinter die Kulissen. In anderen Zusammenhängen wird genau dieser Prozess selbst zum Kommunikationsmittel — etwa in handgezeichneten Erklärfilmen und Whiteboard-Animationen oder beim Live-Zeichnen, Graphic Recording und visueller Echtzeit-Verdichtung für Konferenzen, Workshops und Veranstaltungen.
Karikatur, Satire und redaktionelle Illustration
Diese Appenzell-Zeichnung steht exemplarisch für meine Arbeit im Feld der politischen Karikatur und satirischen Editorial Illustration. Ich entwickle Cartoons, Karikaturen und illustrierte Kommentare für Magazine, Zeitungen, Verlage, Lehrmittel, kulturelle Projekte und kommunikative Formate, in denen eine Zeichnung mehr leisten soll als bloss dekorative Begleitung.
Je nach Auftrag kann das eine Einzelkarikatur sein, eine Serie von redaktionellen Motiven, ein humoristisches Bildkonzept oder eine grössere Folge von Illustrationen, die Text, Thema und Publikum präzise zusammenbringt. Der Kern bleibt derselbe: Beobachtung, Verdichtung und ein Bild, das seinen Punkt nicht erklären muss.
Weitere Arbeiten aus meiner Schweizer Satire- und Cartoonpraxis finden sich in Cartoonist Schweiz — Editorial Cartoons und über vier Jahrzehnte satirische Illustration. Verwandte Bereiche meines Portfolios sind Cartoons, Comics & Visual Storytelling, Editorial & Educational Illustration und ausgewählte Case Studies.
Anfragen für politische Cartoons und satirische Illustrationen
Ich arbeite als Cartoonist, Karikaturist, Schweizer Illustrator und satirischer Zeichner für redaktionelle, kulturelle, pädagogische und kommunikative Projekte — von einzelnen politischen Cartoons bis zu umfangreicheren Illustrationsserien für Print und digitale Publikationen.
Für Anfragen zu Karikaturen, Editorial Cartoons oder satirischer Illustration erreichen Sie mich unter [email protected].




